Palermo
* braucht gar keine Mafia, die Stadt hat auch so genug mit sich zu tun.
Die gewundenen Gassen lassen dann und wann einen Bergruecken in der Ferne erscheinen, aber niemals das Meer. In Wellen dringen sie in die Tiefe der Stadt und verzweigen sich an den unuebersichtlichsten Stellen.Wo du kaum mehr Luft bekommst in den dampfenden Kuechenausduenstungen, tritt ploetzlich unerwartet ein Platz zur Seite und laesst Licht herein in die Haeuserschlucht, aber nur fuers Auge, nicht fuer die Kamera, die mehr Distanz braeuchte - geoeffnet und versteckt zugleich - und natuerlich fuer die Waesche, die auf den Eisenbalkonen haengt.
Die Dichte dieser Stadt findet den besten Ausdruck in den Strassenmaerkten, wo sich bunte Menschenmengen durch aufgeschichtetes Gemuese draengen und mit Eis beschwerte Fischleiber, mit bisweilen furchterrregend starren Blick und bizarren Gestalten. Sizilianer preisen mit arabischen Donnerstimmen ihre Waren an, Schwarzafrikaner schleppen Saecke oder thronen mit stoischen Minen in Hauseingaengen. Chinesen oder Latinos balancieren Trauben von weissen Einkaufssaecken durch die Verkaufstischemit entschlossenen Gesichtern , auf denen man die geplanten Mittagsgerichte zu erkennen meint, nach Hause. Nicht einmal in den kleinen Geschaeften ist ein Entkommen, wo in dunklen Eingaengen wieder Gedraenge wartet, dass kaum ein Blick auf die Regale schliessen laesst, was hier zu kaufen waere.
Nur die Kirchen. Dort herrscht Stille. Selbst die Ventilatoren sind hier geraeuschlos, bestaetigen umso mehr die Bewegungslosigkeit. Und so scheint es sich wie aus der Natur zu ergeben, dass stets einige Menschen in den Baenken sitzen, wie Vergessene vom schnellen Gang der Stadt







Die gewundenen Gassen lassen dann und wann einen Bergruecken in der Ferne erscheinen, aber niemals das Meer. In Wellen dringen sie in die Tiefe der Stadt und verzweigen sich an den unuebersichtlichsten Stellen.Wo du kaum mehr Luft bekommst in den dampfenden Kuechenausduenstungen, tritt ploetzlich unerwartet ein Platz zur Seite und laesst Licht herein in die Haeuserschlucht, aber nur fuers Auge, nicht fuer die Kamera, die mehr Distanz braeuchte - geoeffnet und versteckt zugleich - und natuerlich fuer die Waesche, die auf den Eisenbalkonen haengt.
Die Dichte dieser Stadt findet den besten Ausdruck in den Strassenmaerkten, wo sich bunte Menschenmengen durch aufgeschichtetes Gemuese draengen und mit Eis beschwerte Fischleiber, mit bisweilen furchterrregend starren Blick und bizarren Gestalten. Sizilianer preisen mit arabischen Donnerstimmen ihre Waren an, Schwarzafrikaner schleppen Saecke oder thronen mit stoischen Minen in Hauseingaengen. Chinesen oder Latinos balancieren Trauben von weissen Einkaufssaecken durch die Verkaufstischemit entschlossenen Gesichtern , auf denen man die geplanten Mittagsgerichte zu erkennen meint, nach Hause. Nicht einmal in den kleinen Geschaeften ist ein Entkommen, wo in dunklen Eingaengen wieder Gedraenge wartet, dass kaum ein Blick auf die Regale schliessen laesst, was hier zu kaufen waere.
Nur die Kirchen. Dort herrscht Stille. Selbst die Ventilatoren sind hier geraeuschlos, bestaetigen umso mehr die Bewegungslosigkeit. Und so scheint es sich wie aus der Natur zu ergeben, dass stets einige Menschen in den Baenken sitzen, wie Vergessene vom schnellen Gang der Stadt







grenzwärtig - 6. Aug, 14:51















Hallo "Grenzgänger" Zu den Bildern vom Markt
"Zu einer Stadtbesichtigung gehört in Italien meistens auch der Besuch eines Gemüse- und Fischmarktes. Meistens auf Empfehlung der Reiseleiterin, die während der Marktbesichtigung eine Pause einlegen kann, weil der Markt seine Regeln hat und sich von selbst erklärt. Die einzige Vorgabe beim Besuch des Marktes in Palermo war, dass man nach einer Stunde wieder am Markteingang ist. Jeder sollte darauf achten, dass ihm nicht die Handtasche entwendet oder die Brieftasche geklaut wird. Die meisten Marktstände sind in einem baufälligen Zustand, dem Aussehen nach so wie es jedem gefällt und meistens sind die Bretterbuden ein Vorbau zum Geschäftslokal. Der Markt erstreckt sich über einen halben Kilometer rechts und links von der Straße. Niemand sorgt hier für Ordnung oder denkt an eine Sanierung der Holzverschläge. Lässt man das Auge über das Angebot schweifen, dann hat man den Eindruck, dass manche Lebensmittel besonders abstoßend präsentiert werden. Wir Hygiene verwöhnten Mitteleuropäer können uns daran nicht satt sehen und gleichzeitig ekelt es uns. Auf diesen fünfhundert Metern vermischen sich Früchte mit solchen die wir kennen, mit denen, die wir nicht kennen, es gibt sie in allen Farben: Orange, Schwarz, Violett, Oliv und viele andere. Der Markt in Palermo, bietet eine reiche Auswahl an Fischen, Fischhälften in der Größe von Schweinehälften. Über die Köpfe hinweg hört man die lauten Rufe der Marktfieranten. Herbeieilende Männer, die sich den Geschäftsinhabern nähern und sie mit einem Kuss begrüßen, die Bruderschaft von Palermo. Von den Dächern der Verkaufsbuden hängen die gehäuteten und ausgeweideten Capretto, junge Ziegen."
Maerkte
Aber ohne Reiseleiterin und Spezialauftraege. Bin schon gespannt!
-- WANN warst du in Palermo?
Alles Liebe aus der afrikanischen Hitze!