Lampedusa
Von allen Flughaefen, die ich gesehen habe, erwahle ich, ohne viel nachzudenken, L'AEROPORTO A LAMPEDUSA zu meinem Liebsten.
So sauber und uebersichtlich ist nicht einmal Tirana, so freundlich und still auch Klagenfurt nicht, obwohl beide mit familiaerer Atmosphaere, so offen und hell bei weitem Heraklion nicht.
Ich gebe zu, dass der Charme des alten damaszener Flughafens, wo die Koffer nach der Ankunft auf dem Flugfeld neben dem Flugzeug aufgetuermt wurden, damit jeder sich einen aussuchen und ins Empfangsgebaede zuruckschleppen moege, beinahe unschlagbar war. Aber hier waere das gar nicht moeglich, weil neben der Landebahn gar kein Platz waere und das gelandete Flugzeug (eine EI-DFA der Meridiana) einige Male vor- und zurueckschieben musste, um ueberhaupt umdrehen und zum Empfangsgebaeude zurueckfahren zu koennen.
Allerdings werden in Lampedusa sowohl die Passagiertreppe als auch der Karren mit dem Gepaeck haendisch zum Flugzeug gezerrt, was ein schoener oekologischer Akzent ist im Petroleumgewerbe, und das Gewissen des Reisenden etwas entlastet. Nur dass der Wagenheber, mit dem das Laufrad der Maschine angehoben und mitsamt der ganzen Maschine zurueckgeschoben wird, ebenso mittels Hebelstange haendisch bedient wird, kann ich leider nicht bestaetigen, da ich bei diesem Manoever ja bereits in der Maschine sass.
Vollends unschlagbar ist aber, dass im Flughafen-Cafe bereits vor dem Abflug die ganze Flugmannschaft versammelt ist, Lotsen, Mechaniker, Besatzung, sodass sich jeder bereits vor dem Flug eine Lieblingsstewardess aussuchen kann (ich bin uebrigens bislang der einzige Fluggast - das sollte man einmal erlebt haben!), die dann nochmals hinter der Theke, beim Ceck-In, am Gate und beim Zeitungsverkauf anzutreffen und zu bewundern ist. Man trifft im Flugzeug also sozusagen auf alte Bekannte - was die uebrigens recht spaerliche kulinarische Versorgung waehrend des 1/2stuendigen Fluges ganz vergessen macht, der vom Steigflug anstandslos in den Sinkflug uebergeht.
Es sollte ueberdies erwaehnt werden, wie nahe die Start- und Landebahn bei der Stadt ist, sodass sich der Urlauber bereits beim Anflug ein Hotel aussuchen kann, und die Beschaeftigung eines Taxifahrers auf dieser Insel (der sich bei meinem Abflug noch an meine Ankunft erinnerte) eher caritative als wirtschaftliche Gruende haben mag.
Beim Abflug schliesslich reisst der Pilot, um die wenigen Meter der Beschleunigungsstrecke gut auszunuetzen, gleich nach dem Wegfahren wie uebermuetige Motorradfahrer die Schnauze hoch und taenzelt sodann auf den Hinterraedern noch einige elegante Kurven - was gewiss von der humorlosen EU bald verboten wird.
Sollte jemand meine Wahl beanstanden, so moege er sich doch selbst auf diese Insel begeben!
So sauber und uebersichtlich ist nicht einmal Tirana, so freundlich und still auch Klagenfurt nicht, obwohl beide mit familiaerer Atmosphaere, so offen und hell bei weitem Heraklion nicht.
Ich gebe zu, dass der Charme des alten damaszener Flughafens, wo die Koffer nach der Ankunft auf dem Flugfeld neben dem Flugzeug aufgetuermt wurden, damit jeder sich einen aussuchen und ins Empfangsgebaede zuruckschleppen moege, beinahe unschlagbar war. Aber hier waere das gar nicht moeglich, weil neben der Landebahn gar kein Platz waere und das gelandete Flugzeug (eine EI-DFA der Meridiana) einige Male vor- und zurueckschieben musste, um ueberhaupt umdrehen und zum Empfangsgebaeude zurueckfahren zu koennen.
Allerdings werden in Lampedusa sowohl die Passagiertreppe als auch der Karren mit dem Gepaeck haendisch zum Flugzeug gezerrt, was ein schoener oekologischer Akzent ist im Petroleumgewerbe, und das Gewissen des Reisenden etwas entlastet. Nur dass der Wagenheber, mit dem das Laufrad der Maschine angehoben und mitsamt der ganzen Maschine zurueckgeschoben wird, ebenso mittels Hebelstange haendisch bedient wird, kann ich leider nicht bestaetigen, da ich bei diesem Manoever ja bereits in der Maschine sass.
Vollends unschlagbar ist aber, dass im Flughafen-Cafe bereits vor dem Abflug die ganze Flugmannschaft versammelt ist, Lotsen, Mechaniker, Besatzung, sodass sich jeder bereits vor dem Flug eine Lieblingsstewardess aussuchen kann (ich bin uebrigens bislang der einzige Fluggast - das sollte man einmal erlebt haben!), die dann nochmals hinter der Theke, beim Ceck-In, am Gate und beim Zeitungsverkauf anzutreffen und zu bewundern ist. Man trifft im Flugzeug also sozusagen auf alte Bekannte - was die uebrigens recht spaerliche kulinarische Versorgung waehrend des 1/2stuendigen Fluges ganz vergessen macht, der vom Steigflug anstandslos in den Sinkflug uebergeht.
Es sollte ueberdies erwaehnt werden, wie nahe die Start- und Landebahn bei der Stadt ist, sodass sich der Urlauber bereits beim Anflug ein Hotel aussuchen kann, und die Beschaeftigung eines Taxifahrers auf dieser Insel (der sich bei meinem Abflug noch an meine Ankunft erinnerte) eher caritative als wirtschaftliche Gruende haben mag.
Beim Abflug schliesslich reisst der Pilot, um die wenigen Meter der Beschleunigungsstrecke gut auszunuetzen, gleich nach dem Wegfahren wie uebermuetige Motorradfahrer die Schnauze hoch und taenzelt sodann auf den Hinterraedern noch einige elegante Kurven - was gewiss von der humorlosen EU bald verboten wird.
Sollte jemand meine Wahl beanstanden, so moege er sich doch selbst auf diese Insel begeben!
grenzwärtig - 8. Aug, 09:10














